Dauerausstellung zum Anhalter Bahnhof und zur alten Philharmonie in den Kellergewölben

Im Kellermuseum mit original preussischen Kappendecken haben die zwei Dauerausstellungen von Phillipp Jaedicke, Tobias Bernhard und Michael Tillmann über den Anhalter Bahnhof und die Alte Philharmonie ihr Zuhause gefunden. Den drei Autoren gelingt es mit ihren informativ und medial anspruchsvollen Ausstellungen eine der aufregendsten Epochen der Berliner Stadtgeschichte wieder lebendig zu machen.

Der Anhalter Bahnhof war Franz Heinrich Schwechtens erster grösserer Auftrag, den der damals noch junge Architekt und Schinkelpreisträger direkt übernahm.
1888 folgte der hochkomplizierte Umbau einer Rollschuh-Bahn von Ludovico Sacerdotin an der Bernburgerstrasse 22/23 zum großen Saal der Alten Philharmonie, womit Schwechten zum Lieblingsarchitekten von Kaiser Wilhelm dem Zweiten avancierte.
Der im Stil italienischer Hochrenaissance gestaltete Saal der alten Philharmonie mit seinen farbigen Wand- und Deckenfeldern sowie vielfältigen vergoldeten Ornamenten entsprach ganz dem Geschmack der Kaiserstadt Berlin. Mit der Eröffnung der Philharmonie am 5. Oktober 1888 hatte das Berlin der Gründerzeit endlich sein lang ersehntes Gesellschaftszentrum gefunden. 

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